Einheitswertfeststellung im Ertragswertverfahren statt Sachwertverfahren spart jährlich mehr als 500 € Grundsteuer

Ein Arzt hatte ein aufwendiges Zweifamilienhaus errichtet. Über eine Vermietung der Zweitwohnung wurde erreicht, die anfallenden Schuldzinsen nach einer zwinsichen überholten  einkommensteuer-lichen Regelung auch für die eigengenutzte Wohnung abgesetzen zu können. Dies war der Finanzverwaltung ein Dorn im Auge, ging es doch um eine jährliche Einkommensteuerersparnis von mehr als 10.000 € jährlich.

Nach einer längeren Verhandlung wurde die Vermietung der Einliegerwohnung auf der Basis der Marktmiete anerkannt. Im Gegenzug wurden die abschreibungsfähigen Herstellungskosten ohne die Außenanlagen auf rd. 450.000 € beschränkt, damit nicht die Kostenmiete angesetzt werden musste. Der Ansatz der Kostenmiete hätte den Effekt des günstigen Schuldzinsenabzugs wieder aufgehoben.

Der Preis für die günstige einkommensteuerliche Regelung war die Bewertung im Sachwertverfahren, was zu einer sehr hohen jährlichen Grundsteuerbelastung führte. Diese war jedoch erträglich, solange die Grundsteuer als Werbungskosten aus der Vermietung abgezogen werden konnten.

Nachdem das Steuersparmodell ausgelaufen war, regte die Kanzlei Bardorf beim Mandanten an, die damalige Einheitswertung nicht länger hinzunehmen. Deshalb beantragte die Kanzlei Bardorf eine günstige Feststellung des Einheitswertes im Ertragswertverfahren. Dieser Antrag stieß auf erheblichen Widerstand der Einheitswertstelle, da sich die Kriterien für die Bewertung des Zweifamilienhauses, da es keine baulichen Veränderungen gabt, nicht geändert hatten.

Nach einigen Telefonaten, vielen schriflichen Argumenten und nach einer erneuten Besichtigung des Wohnhauses durch die Einheitswertstelle stimmte das Finanzamt einer Feststellung des Einheitsbewertes im günstigeren Ertragswertverfahren  zu. Dadurch konnte der Einheitswert und die Grundsteuerbelastung halbiert werden.

Durch diesen Einsatz wurde eine jährliche Reduzierung der Grundsteuerbelastung von mehr als 500 € bei einem Beratungshonorar von ca. 1.200 € erreicht. Wieder einmal langfristig eine lohnende Beratung für unseren Mandanten.

Kanzlei Mainstockheim
Eduard Bardorf Steuerberatung
An der Ziegelhütte 12 a
97320 Mainstockheim
Tel. 09321 / 1363-0

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