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Angehörige einer Religionsgemeinschaft ( z. B. Freie Evangelische Gemeinden, Freikirchliche Gemeinde, Freikirchen etc.), die keine Kirchensteuer erhebt,  können über die 20% Grenze aus dem Gesamtbetrag der Einkünfte  für die normalen Spendenabzug hinaus in Höhe der fiktiven Kirchensteuer einen teilweisen Abzug der Spenden als Kirchensteuer in der Einkommensteuererklärung abziehen.

Falls Sie hierzu weitere Informationen benötigen, wenn Sie sich bitte über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an Herrn Eduard Bardorf, der Ihnen als Kanzleiinhaber gerne weiter hilft.

 

R 10.7 Einkommensteuerrichtlinien  sieht für Mitglieder von Religionsgemeinschaften, die keine Kirchensteuer erheben vor, die an die Religionsgemeinschaften geleisteten Kirchenbeiträge "wie Kirchensteuern" abzuziehen.

Dabei ist der Abzug aus Billigkeitsgründen bis zur Höhe der Kirchensteuer zulässig, die in dem jeweiligen Bundesland "von den als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannten Religionsgemeinschaften erhoben wird" (R 10.7 Abs. 1 S. 3 EStR).

Der auf diese Art und Weise ermittelte Betrag wird als Kirchensteuer im Bereich der Sonderausgaben abgezogen und mindert das zu versteuernde Einkommen und in der Folge die festzusetzende Einkommensteuer - und damit auch die ursprüngliche Bemessungsgrundlage für die Ermittlung des wie Kirchensteuer abzugsfähigen Betrags. Gegebenenfalls ändern sich damit auch die nur im Rahmen der Höchstbeträge des § 10b EStG als Spenden abzugsfähigen übersteigenden Beiträge.

Die entsprechenden Berechnungsschritte sind daher ggf. mehrfach durchzuführen, bis der "abgezogene Betrag mit dem abziehbaren Betrag identisch" ist.

Vorgehensweise nach unserer Software,  um eine Berechnung unter Berücksichtigung der R 10.7 EStR zu erhalten

(Erfassungsformular ESt 1 A, Abschnitt: Sonderausgaben).

  1. Wählen Sie für den Steuerpflichtigen, der der Religionsgemeinschaft i. S. d. R 10.7 EStR angehört, als Religion den Eintrag sonstige (mit Kirchensteuerberechnung) (Erfassungsformular ESt 1 A, Zeile 10 oder 16).
  2. Erfassen Sie den Gesamtbetrag der an die Religionsgemeinschaft geleisteten Kirchenbeiträge im Rahmen der Spenden und Mitgliedsbeiträge zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke (Erfassungsformular ESt 1 A, Abschnitt: Sonderausgaben).
  3. Öffnen Sie die Berechnungsliste Kirchensteuer und notieren Sie die unter Kirchensteuer bei Anwendung des Prozentsatzes ermittelte Kirchensteuer (je nach Bundesland 8 bzw. 9 %).
  4. Erfassen Sie den in Schritt 3 notierten Betrag in dem Feld weitere Kirchensteuerzahlungen. (Erfassungsformular ESt 1 A, Zeile 44)
  5. Kürzen Sie den Gesamtbetrag der an die Religionsgemeinschaft geleisteten Kirchenbeiträge um den in Schritt 3 notierten Betrag und erfassen Sie den gekürzten Betrag im Rahmen der Spenden und Mitgliedsbeiträge zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke
  6. Wiederholen Sie die Schritte 3 bis 5 so oft, bis sich die unter Kirchensteuer bei Anwendung des Prozentsatzes ermittelte Kirchensteuer in der Berechnungsliste Kirchensteuer nicht mehr ändert.
  7.  Wählen Sie abschließend die Religionszugehörigkeit keine Angabe. (Erfassungsformular ESt 1 A, Zeile 10 oder 16).

Kanzlei Mainstockheim
Eduard Bardorf Steuerberatung
An der Ziegelhütte 12 a
97320 Mainstockheim
Tel. 09321 / 1363-0

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